Besser spät als nie

Sendezeit: 11:30 - 13:00, 13.07.2020
Genre: Komödie
  • Hörfilm, Sendung mit akustischer Bildbeschreibung
  • Untertitel für die Sendung verfügbar
  • Darsteller: Nele Mueller-Stöfen (Catrin Hofmann), Jochen Horst (Frank Hofmann), Helen Woigk (Annika Hofmann), Paul Falk (Philipp Hofmann), Patrick Heyn (Niklas von Knyphausen), Nicole Marischka (Verena), Peter Benedict (Jens), Daniel Fritz (Tim), Björn Meyer (Ben)
  • Drehbuch: Stefan Kuhlmann
  • Regie: Christoph Schnee
  • Kamera: Diethard Prengel
  • Musik: Dieter Schleip
Deutschland (2015) Wacklige Bilder eines alten Super-8-Films: Die junge Catrin und ihr Mann Frank planschen ausgelassen im Baggersee. Das war 1989. Eine Momentaufnahme des Glücks, beide blicken voller Zuversicht nach vorne. Seine Karriere und ihr Medizinstudium, all dies werden sie als Paar gemeinsam stemmen, trotz ihrer Schwangerschaft. 25 Jahre später muss resümiert werden, dass sich die Dinge anders entwickelt haben: Während Frank in Berlin als Manager Karriere machte, dabei aber immer weniger Zeit für die Familie hat, ist ihre Tochter Annika erwachsen geworden. Sie plant heimlich ihre Bewerbung an der Kunsthochschule. Momentan studiert sie eher lustlos Medizin, vielleicht auch nur auf Wunsch der Mutter, die aufgrund ihrer Schwangerschaft damals ihr eigenes Studium abbrach. Catrin verbringt derweil ihre Tage mit Joggen, nebenbei wirft sie sehnsüchtige Blicke in den Anatomie-Atlas ihrer Tochter. Die Umstände wollen es, dass sie Annika zu Semesterbeginn nach Marburg begleitet, wo auch sie einst drei Semester eingeschrieben war. Plötzlich ist alles von damals wieder in ihr. Die Vertrautheit des Campus und die Erinnerung an den ehrwürdigen Hörsaal scheinen ihr, als ob sie nie weg gewesen wäre. Catrin fällt einen Entschluss, der längstens in ihr reifte. Sie wird ihr Medizinstudium fortzusetzen, auch wenn das leider nur in Marburg möglich ist. Eine Wochenendbeziehung nimmt sie wohl oder übel dafür in Kauf. Catrin ist überzeugt, dass sie nach all den Jahren des Zurückstellens ihrer Bedürfnisse, ein Recht darauf hat, diesen nunmehr nachzugehen. Frank fühlt sich bei ihrer Entscheidung glatt übergangen. Er missversteht ihren Aufbruch als Kampfansage und schaltet auf stur. Auch Annika ist nicht begeistert, dass sie die eigene Mama tagtäglich als Zimmernachbarin in ihrer Studenten-WG antrifft. Trotz Widerständen und einem beinahe ausbrechenden Rosenkrieg, steht die spät berufene Medizinerin zu ihrer Entscheidung. Dabei lernt sie nicht nur ihre Tochter von einer ganz neuen Seite kennen. Auch Frank beginnt zu verstehen, dass ihre Ehe nie zur Disposition stand und welche Bereicherung die Pläne seiner Frau für ihre Beziehung bedeuten.