Sonnenallee

Sendezeit: 20:15 - 21:45, 04.10.2021
Genre: Komödie
  • Untertitel für die Sendung verfügbar
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  • Darsteller: Alexander Scheer (Michael Ehrenreich), Alexander Beyer (Mario), Robert Stadlober (Wuschel), Teresa Weißbach (Miriam Sommer), Katharina Thalbach (Doris Ehrenreich, Michaels Mutter), Henry Hübchen (Hotte Ehrenreich, Michaels Vater), Annika Kuhl (Sabine Ehrenreich), Ignaz Kirchner (Onkel Heinz), Elena Meißner (Sabrina), Detlev Buck (Abschnittsbevollmächtigter), David Müller (Brötchen), Martin Moeller (Kosske)
  • Drehbuch: Thomas Brussig, Detlef Buck, Leander Haußmann
  • Regie: Leander Haußmann
  • Kamera: Peter-Joachim Krause
  • Autor: Thomas Brussig
  • Musik: Stephen Keusch, Paul Lemp
Deutschland (1999) Berlin in den 1970er Jahren: Der 17-jährige Michael Ehrenreich lebt in der Sonnenallee, deren längeres Ende im Westen und deren kürzeres Ende im Osten der Stadt liegt. Micha träumt davon, ein Popstar zu werden. Politik ist ihm eigentlich egal - weder ist er für das DDR-System noch ist er wirklich dagegen. Im Gegensatz zu ihm versteht sich sein Freund Mario als Oppositioneller. Doch selbst unter den wachsamen Augen des Abschnittsbevollmächtigten bleibt nichts wie es war.
Der gemeinsame Kumpel Wuschel - immer auf der Suche nach heißer und in der DDR der 1970er Jahre verbotener Rockmusik - bringt sich durch eine Rolling-Stones-Platte in Gefahr. Ob der Nachbar der Ehrenreichs tatsächlich für die Stasi spitzelt, da ist sich Micha nicht so sicher. Sicher weiß er nur, dass er in die unerreichbare Schulschönheit Miriam verliebt ist. Mit erfundenen, tiefsinnig daherkommenden Tagebüchern will er sich in ihr Herz schreiben. Michas Mutter plant unterdessen ihre Flucht in den Westen.
Hintergrundinformationen: Eigens für diese Komödie ist 1998 in den Filmstudios Babelsberg ein kleines Stück DDR wiederauferstanden - komplett mit Kinderspielplatz, Gemüseladen, Zeitungskiosk, Mauer und Wachturm. Doch die Sonnenallee gab es tatsächlich: eine Straße zwischen den Berliner Stadtbezirken Neukölln und Treptow, die zwischen 1961 und 1989 von der Mauer getrennt war. Von der aberwitzigen Situation für die Mieter, aus der sich jede Menge Verwicklungen ergaben, erzählt Regisseur Leander Haußmann in seinem Spielfilmdebüt. "Sonnenallee" ist bis in kleinste Nebenrollen exzellent besetzt. In der Hauptrolle - seiner ersten - überzeugt der damals 22-jährige Alexander Scheer, der 2019 mit dem Deutschen Filmpreis als Bester Schauspieler in Andreas Dresens Filmbiografie "Gundermann" ausgezeichnet wurde. Nach dem Buch "Das kürzere Ende der Sonnenallee" von Thomas Brussig