Die Kelten, Europas vergessene Macht

Sendezeit: 20:15 - 21:05, 02.07.2022
Genre: Geschichte, Episode 1
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  • Regie: Johannes Geiger, Heike Schmidt
Deutschland / Großbritannien (2016) Im Jahr 387 vor Christus erleiden die Römer in der Schlacht an der Allia eine empfindliche Niederlage. Das römische Heer wird von den keltischen Kriegern überrannt und die Stadt Rom von den Männern des Brennus eingenommen, das Kapitol belagert. Erst nach Monaten kommt es zu einem Friedensvertrag - mit schlechten Bedingungen für die Römer. Im 4. Jahrhundert vor Christus sind die Kelten ihren römischen Feinden in Bezug auf Waffen und Kriegsführung weit überlegen.
Frühe Zeugnisse ihrer Leistungen finden sich im österreichischen Hallstatt, wo sich im 8. Jahrhundert vor Christus dank des Salzabbaus nicht nur eine reiche Kultur entwickelt, sondern auch der Übergang von der Bronze- in die Eisenzeit vollzieht. Fürstensitze wie die Heuneburg waren große Siedlungen für die damalige Zeit. Sie bot etwa 10.000 Einwohnern Platz. Die Heuneburg zeigt deutlich, wie weit die Handelskontakte der Kelten reichten.
Die dort gemachten Funde zeugen vom Schönheitssinn der Keltenstämme, die ganz im Gegensatz dazu von den Römern als Barbaren betrachtet wurden. Für die aufstrebende Macht vom Tiber sollte die Niederlage gegen Brennus zum Trauma werden - und letztendlich zum Auslöser für den nachfolgenden Aufstieg zur Weltmacht.
Das 1. Jahrtausend vor Christus war die große Zeit der keltischen Kultur. Als mutige und gefährliche Krieger beschreibt sie die antike Geschichtsschreibung, die sie allerdings auch als Barbaren beschimpft. Dabei haben Ausgrabungen gezeigt, auf wie vielen Gebieten sie Großes geleistet haben. Die dreiteilige Dokumentation zeigt ihre hohen kulturellen Leistungen und weit gespannten Handelsbeziehungen, berichtet aber auch von grausigen Opferritualen, die ihre Feinde in Furcht und Schrecken versetzten.
Hintergrundinformationen: Die dreiteilige Dokumentation folgt der Geschichte der Kelten, die nach dem verlorenen Kampf gegen Rom in die Randgebiete Europas abgedrängt wurden. In der ersten Folge: Im 1. Jahrtausend vor Christus ist Europa fest in der Hand der Kelten. Ihre Stammesgebiete reichen von Britannien über Zentraleuropa bis nach Anatolien. Als im 4. Jahrhundert vor Christus große Stammesverbände die Alpen überqueren, fordern sie damit die aufstrebende Regionalmacht Rom heraus.

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