Futur Drei

Sendezeit: 23:30 - 01:00, 02.07.2022
Genre: Liebesfilm
  • Darsteller: Benjamin Radjaipour (Parvis), Banafshe Hourmazdi (Banafshe), Eidin Jalali (Amon), Mashid (Parvis' Mutter), Nasser (Parvis' Vater), Maryam Zaree (Mina)
  • Drehbuch: Faraz Shariat, Paulina Lorenz
  • Regie: Faraz Shariat
  • Kamera: Simon Vu
  • Musik: Jakob Hüffell, Säye Skye, Jan Günther
Deutschland (2020) Frei sein, Party machen. Das will Parvis, Sohn iranischer Einwanderer. Knapp 30 Jahre ist es her, dass seine Eltern während der Islamischen Revolution nach Deutschland geflohen sind. Weil es sich ohne Job oder Studienplatz einfach besser auf der Tasche der Eltern lebt, wohnt Parvis immer noch im bescheidenen niedersächsischen Heimatkaff Hildesheim und versucht, dem Provinzleben durch Popkultur, Grindr-Dates und Raves zu entfliehen. Nach einem Ladendiebstahl leistet er Sozialstunden als Übersetzer in einer Unterkunft für geflüchtete Menschen. Dort trifft er auf das charismatische Geschwisterpaar Banafshe und Amon. Zwischen ihnen entwickelt sich eine fragile Dreierbeziehung. Doch ihre unbeschwerte Freundschaft gerät ins Wanken, als zwischen Amon und Parvis die Idee von Liebe wächst. Kostümpartys, Palmenplantagen und Familienessen in der gesichtslosen Stadt - in einem flirrenden Sommer finden sich die drei jungen Menschen in dem Versuch von gemeinsamer Nähe und verlieren sich in der Erkenntnis, dass ihre Zukunft in Deutschland ungleich ist.
Hintergrundinformationen: In seinem autobiografischen Regiedebüt erzählt Faraz Shariat authentisch und zugleich wundersam überhöht vom queeren Heranwachsen eines Einwandersohns in Deutschland. Für sein sensibles, pop-affines und kraftvolles Plädoyer für Diversität wurde "Futur Drei" beim First Steps Award 2019 als Bester Spielfilm ausgezeichnet. Auf der Berlinale 2020, wo der Film in der Sektion Panorama seine Weltpremiere feierte, wurde "Futur Drei" zudem mit dem Teddy als Bester Spielfilm geehrt. Das rbb Fernsehen sendet diesen Film von Faraz Shariat als Free-TV-Premiere und eröffnet damit die diesjährige, fünfte Ausgabe der nicht-heterosexuellen Filmreihe "rbb QUEER". Bis Mitte August folgen noch die Filme "Moffie" von Oliver Hermanus (09.07.22), "Zomer - Nichts wie raus!" von Colette Bothof (16.07.22), "Princess Cyd" von Stephen Cone (23.07.22), "Eine total normale Familie" von Malou Reymann (30.07.22), "Sorry Angel" von Christophe Honoré (06.08.22) und "Minjan" von Eric Steel (13.08.22).