Boom und Crash - Wie Spekulation ins Chaos führt

Sendezeit: 20:15 - 21:35, 06.07.2022
Genre: Dokumentation
  • Untertitel für die Sendung verfügbar
  • Von: Rupert Russell
GB (2021) Brot, Wasser, Öl, Wohnraum: Diese wesentlichen Güter sind oft überteuert. Die hohen Preise haben unterschiedliche Ursachen, sie sind häufig der Spekulationen mit Rohstoffen geschuldet.
Weltweit profitieren Finanzspekulanten davon, die Preise für diese Produkte nach oben zu treiben. Die Dokumentation zeigt, wie dadurch Wellen erzeugt werden, die durch die globale Wirtschaft branden und Wirtschaftscrashs, Revolten und sogar Kriege anstoßen können.
Überall auf der Welt, wo Menschen um die Befriedigung ihrer Grundbedürfnisse oder gar ums nackte Überleben kämpfen, brechen Konflikte, Revolten und Preiskriege aus. Die Tatsache, dass viele Menschen in Afrika, Asien und Lateinamerika nicht mehr das Nötigste zum Überleben erwirtschaften können, ist neben der Klimakrise einer der Hauptgründe für die weltweite Migration, bei der Millionen Menschen ihrer Heimat auf der Suche nach einem menschenwürdigen Leben den Rücken kehren.
Der Filmemacher Rupert Russell führt die Zuschauer an einige wichtige Schauplätze solcher Preiskonflikte - Venezuela, Irak, Kenia, Guatemala - und ins Herz der Finanzmärkte, an die Wallstreet, wo Finanzspekulanten die Preise der lebensnotwendigen Rohstoffe in die Höhe treiben - mit zum Teil katastrophalen Folgen. Mithilfe der Metapher des "Schmetterlingseffekts" erläutert der Film, wie sich kleine Veränderungen auf den Rohstoffmärkten und Preismanipulationen auf die Lebensverhältnisse der Menschen weltweit auswirken können.
Führende Wirtschaftsexperten wie Jeffrey Sachs und der Nobelpreisträger Joseph E. Stiglitz erläutern, warum zahlreiche internationale Konflikte in den Rohstoffmärkten und den dort stattfindenden Spekulationen wurzeln. Der Film zeigt außerdem die Ursachen und Gründe für die weltweite Krise auf, die durch die Coronapandemie noch verstärkt wird.

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