Big Five Asien - Der Komodowaran, Der Komodowaran

Sendezeit: 20:15 - 21:00, 30.09.2022
Genre: Tiere, Episode 2
  • Hörfilm, Sendung mit akustischer Bildbeschreibung
  • Untertitel für die Sendung verfügbar
  • 100% gefällt diese Sendung
  • Kamera: Paul Hien
  • Andere Personen: Markus Schmidbauer, Christine Peters
Deutschland (2016) Der Komodowaran ist die größte lebende Echse unserer Zeit. Grund genug, ihn in die Big Five Asiens mit aufzunehmen. Er kann über 3 Meter lang werden und vollgefressen ein Gewicht von 150 Kilogramm auf die Waage bringen. Oft wird der Komodowaran als "der letzte überlebende Dinosaurier" bezeichnet. Es gibt ihn aber erst seit 4 bis 5 Millionen Jahren, während die letzten Dinosaurier bereits vor etwa 65 Millionen Jahren ausgestorben sind.
Nur auf fünf der etwa 17.500 Inseln Indonesiens lebt der Komodowaran. Der aktuelle Bestand wird nach einer aktuellen wissenschaftlichen Untersuchung auf nur noch etwa 2.400 Exemplare geschätzt. Auf der großen Insel Flores gibt es nur noch wenige Tiere. Die meisten leben auf Komodo und Rinca, den beiden Hauptinseln des Komodo-Nationalparks sowie den beiden kleinen Inseln Gili Motong und Gili Dasami. Doch der Bestand des riesigen Reptils ist im Rückgang begriffen. Durch die Wilderei geht der Bestand der Timor-Hirsche, neben den Wasserbüffeln die Hauptbeute der Komodowarane, spürbar zurück. Den Wasserbüffeln setzt die Veränderung des Klimas zu. Die Trockenzeit dauert immer länger, und in der Regenzeit gibt es immer weniger Niederschläge. Für die Wasserbüffel, die auf Wasser angewiesen sind, ein enormes Problem. Geschwächt durch Wassermangel und karge Nahrung werden sie anfälliger für Infektionen und Krankheiten. Es werden immer weniger. Und fehlen Timor-Hirsche und Wasserbüffel, gibt es bald auch keine Komodowarane mehr.
Wildschweine werden oft als eines der Hauptbeutetiere der Komodowarane bezeichnet. Dies mag in Einzelfällen bei Frischlingen oder alten und kranken Tieren vorkommen, an ein gesundes Wildschwein wagt sich kein Komodowaran. Ganz im Gegenteil, selbst große Warane ergreifen beim Auftauchen von einer Rotte Wildschweinen die Flucht. Der Film zeigt, wie Wildschweine mehrere Warane, einer davon über 3 Meter lang, von einem Hirschkadaver vertreiben. Nach gängiger Meinung beißt der Komodowaran seine Beute, die dann irgendwann durch seinen infektösen oder giftigen Speichel zugrunde geht. Mit seinem feinen Geruchssinn findet der Waran dann das verendete Tier und frisst es. Aktuell wird aber gestritten, ob der infektiöse Speichel oder das Gift die Todesursache sind. Doch spielt überhaupt eins von beiden eine nennenswerte Rolle? Der Film wirft diese Fragen auf.
Der Tourismus im Komodo-Nationalpark hat stetig zugenommen. Aktuell besuchen jährlich über 50.000 Menschen die Waraninseln. Seit kurzem legen in der Bucht von Komodo auch große Kreuzfahrtschiffe an. Der Film zeigt, wie 1.500 Passagiere nach Komodo kommen, welche Vorbereitungen auf der Insel getroffen und wie die gefährlichen Warane präsentiert werden. Es bietet sich ein skurriles Schauspiel.
Viele Filme wurden schon über den Komodowaran gemacht. Dennoch sind den Filmemachern diesmal Aufnahmen gelungen, die man so noch nie gesehen hat.

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