frontal

Sendezeit: 08:05 - 08:50, 04.11.2022
Genre: Weitere Inforeportagen
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Deutschland (2022) Kommunen am Limit Wohin mit den Geflüchteten?
Durch den Ukrainekrieg wird in Deutschland für das Jahr 2022 eine Rekord-Zuwanderung erwartet. Seit Anfang des Jahres haben rund 1,2 Millionen Menschen Schutz gesucht. Das bringt Städte und Landkreise an die Grenzen des Machbaren. Vielerorts gehen bereits die Unterkünfte aus. Die CDU-Politiker Friedrich Merz und Jens Spahn sehen einen Kontrollverlust des Staates aufkommen und mahnen selbstkritisch, 2015 dürfe sich keinesfalls wiederholen. Damals kamen mehr als zwei Millionen Menschen vor allem infolge des Bürgerkriegs in Syrien nach Deutschland. "frontal" fragt an mehreren Orten nach: Sind die Jahre 2015 und 2022 vergleichbar? Kontrolleure außer Kontrolle Willkür in Bus und Bahn?
Fahren ohne gültigen Fahrschein ist in Deutschland eine Straftat, für die eine Geldstrafe oder eine Freiheitsstrafe von bis zu einem Jahr drohen kann. Das 1935 eingeführte Gesetz bringt jährlich Tausende Menschen hinter Gitter und kostet den Staat mehr als 40 Millionen Euro im Jahr. Und weil Fahren ohne Fahrschein als Straftat verfolgt wird, haben Kontrolleure durch das sogenannte Jedermannsrecht die Macht, Fahrgäste vorläufig festzunehmen. "frontal" berichtet über schwerste Gewalt bei Ticketkontrollen, trifft Insider im Prüfdienst und eine Frau, die fürs Fahren ohne Fahrschein im Gefängnis saß. Katholische Kirche vor Gericht Schmerzensgeld für Missbrauchsopfer Die katholische Kirche ist reich, sehr reich. In Deutschland ist sie einer der größten privaten Grundbesitzer und verfügt über ein Milliardenvermögen. Bei der Entschädigung Betroffener von sexuellem Missbrauch sei die katholische Kirche jedoch äußerst knausrig, kritisieren Opfer-Vertreter. Die katholische Kirche in Deutschland nennt es "Anerkennung des Leids" - kein Schmerzensgeld, sondern eine freiwillige Zahlung. So umgeht sie ein rechtliches Eingeständnis ihrer Schuld. Dass es auch anders geht, zeigt das Beispiel Irland. Dort hat die katholische Kirche Grundstücke und Immobilien verkauft, um Entschädigungen zwischen 70.000 und 300.000 Euro an jeden Betroffenen zahlen zu können. Fische und Flüsse in Gefahr Ist die Oder erst der Anfang?
Im Sommer 2022 hat sich in der Oder eines der größten Fischsterben Deutschlands ereignet. Bis heute konnten keine Verantwortlichen dafür ermittelt werden. Das Problem betrifft aber nicht nur Polen.

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