Nachhaltige Architektur, baubüro in situ - Die Schönheit des Gebrauchten

Sendezeit: 09:20 - 09:50, 11.06.2023
Genre: Architektur
  • Untertitel für die Sendung verfügbar
  • Regie: Ralf Breier, Claudia Kuhland
Deutschland (2023) Im Herzen von Basel schlägt das "baubüro in situ" - Vorreiter für kreative Innovationen im Bereich des klimafreundlichen Bauens. Statt Ressourcen zu verschwenden, hat das Schweizer Team eine Leidenschaft für die Wiederverwendung von Bauteilen und Umgestaltung bestehender Gebäude entwickelt. Ihre neuen Ideen und kreativen Impulse stellen eine wichtige Alternative im Kampf gegen die Bauindustrie dar, die für 40 Prozent des weltweiten CO2-Ausstoßes verantwortlich ist.
In situ wurde von Barbara Buser und Eric Honegger gegründet und hat sich auf Umnutzungen, Renovierungen und Bauten aus Gebrauchtem spezialisiert. Dabei schlagen sie oder ihre Mitarbeiter ihre Zelte an Ort und Stelle ("in situ") auf. Mit großer Expertise entwickeln sie ihre Projekte um bereits vorhandene Gebäude und gebrauchte Bauteile herum und schaffen daraus modernes Design. In diesem Zusammenhang ist sogar ein neues Berufsfeld entstanden: Bauteilejäger oder -jägerinnen.
Das Ergebnis sind ästhetisch ansprechende und nachhaltige Gebäude, die signifikant weniger CO2 verbrauchen. Buser und Honegger haben beide längere Zeit in Afrika gelebt und gelernt, wie viel Wertschätzung dort allem entgegengebracht wird, das noch verwendbar ist. Angesichts der Fülle und der hohen Qualität von Baumaterialien in ihrem Heimatland ist es ihnen zutiefst zuwider, wenn Gebäude ohne Not abgerissen und Materialien bestenfalls recycelt, nicht aber wiederverwendet werden.
Diese Haltung zeigt sich in all ihren Projekten, sei es die Keimzelle von in situ auf dem Gundeldinger Feld in Basel, einem ehemaligen Industriegelände, sei es das K.118 in Winterthur, bei dem eine bestehende Lagerhalle mit Elementen aus Abrissgebäuden aufgestockt wurde, oder das Werkstattareal, ein Gelände der Schweizer Bahn im Herzen von Zürich.

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