Deutschland (2025)
Das Sprechen über Suizid gilt immer noch als gesellschaftliches Tabu. Damit will Familie Kelter brechen. Im Jahr 2014 verliert sie ihren damals 19-jährigen Sohn Nico.
Psychologe Leon Windscheid spricht mit Familie Kelter über den schmerzhaften Verlust und die Folgen bis heute. Und er geht der Frage nach, welche Warnsignale und Risikofaktoren es für Suizid gibt.
Seit dem Suizid ihres ältesten Sohnes Nico setzen sich die Eltern Sandra und Mario Kelter für mehr Aufklärung ein. Sie wollen Suizid und Depressionen das gesellschaftliche Stigma nehmen, um anderen Familien das Erlebte zu ersparen. Auch ihr jüngerer Sohn Emil hofft, dass sich mehr Menschen trauen, über ihre traurigen Gedanken offen zu sprechen.
In Deutschland sterben laut Statistischem Bundesamt jährlich mehr Menschen durch Suizid als durch Verkehrsunfälle, Gewalttaten und illegale Drogen zusammen. Suizid und seine Folgen betreffen also viele und bleiben dennoch ein gesellschaftliches Tabu. Doch wie sieht ein verantwortungsvoller Umgang mit diesem Thema aus wissenschaftlicher Sicht aus?
Auf der Suche nach Antworten trifft Leon Windscheid Dr. Ute Lewitzka, Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie und Vorstandsvorsitzende der Deutschen Gesellschaft für Suizidprävention. Sie weiß: "Das Ansprechen suizidaler Gedanken kann Leben retten." Viele Betroffene erfahren eine Entlastung, weil jemand das Tabuthema offen anspricht und zuhört. Von der Expertin erfährt Leon auch, welche Warnsignale es bei Menschen mit suizidalen Gedanken gibt und welche Risikofaktoren den Forschenden bekannt sind. Dabei macht Dr. Lewitzka klar: Wer an Depressionen leidet, gilt nicht gleich als suizidal. Denn den einen Grund, sich das Leben nehmen zu wollen, gibt es nicht.
Nicht nur die Zahl der Suizide wiegt schwer: Laut Schätzungen hinterlässt jeder Verstorbene nach einem Suizid etwa fünf bis zehn trauernde Personen. Leon trifft weitere Menschen, die zum ersten Mal öffentlich über ihre Trauer sprechen und dabei merken, wie gut der Austausch untereinander tut. Denn auch sie leiden unter der anhaltenden Tabuisierung von Suizid.
Drei Teile "Terra Xplore - Wie viel Tod gehört zum Leben?" werden sonntags um 18.30 Uhr ausgestrahlt.
Psychologe Leon Windscheid spricht mit Familie Kelter über den schmerzhaften Verlust und die Folgen bis heute. Und er geht der Frage nach, welche Warnsignale und Risikofaktoren es für Suizid gibt.
Seit dem Suizid ihres ältesten Sohnes Nico setzen sich die Eltern Sandra und Mario Kelter für mehr Aufklärung ein. Sie wollen Suizid und Depressionen das gesellschaftliche Stigma nehmen, um anderen Familien das Erlebte zu ersparen. Auch ihr jüngerer Sohn Emil hofft, dass sich mehr Menschen trauen, über ihre traurigen Gedanken offen zu sprechen.
In Deutschland sterben laut Statistischem Bundesamt jährlich mehr Menschen durch Suizid als durch Verkehrsunfälle, Gewalttaten und illegale Drogen zusammen. Suizid und seine Folgen betreffen also viele und bleiben dennoch ein gesellschaftliches Tabu. Doch wie sieht ein verantwortungsvoller Umgang mit diesem Thema aus wissenschaftlicher Sicht aus?
Auf der Suche nach Antworten trifft Leon Windscheid Dr. Ute Lewitzka, Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie und Vorstandsvorsitzende der Deutschen Gesellschaft für Suizidprävention. Sie weiß: "Das Ansprechen suizidaler Gedanken kann Leben retten." Viele Betroffene erfahren eine Entlastung, weil jemand das Tabuthema offen anspricht und zuhört. Von der Expertin erfährt Leon auch, welche Warnsignale es bei Menschen mit suizidalen Gedanken gibt und welche Risikofaktoren den Forschenden bekannt sind. Dabei macht Dr. Lewitzka klar: Wer an Depressionen leidet, gilt nicht gleich als suizidal. Denn den einen Grund, sich das Leben nehmen zu wollen, gibt es nicht.
Nicht nur die Zahl der Suizide wiegt schwer: Laut Schätzungen hinterlässt jeder Verstorbene nach einem Suizid etwa fünf bis zehn trauernde Personen. Leon trifft weitere Menschen, die zum ersten Mal öffentlich über ihre Trauer sprechen und dabei merken, wie gut der Austausch untereinander tut. Denn auch sie leiden unter der anhaltenden Tabuisierung von Suizid.
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