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Sendezeit: 19:30 - 20:00, 21.05.2026
Genre: Weitere Inforeportagen
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  • Andere Personen: Fraua Ferlemann
D (2026) Mobil mit ÖPNV?
Eine Studie des Öko-Instituts im Auftrag von Greenpeace Mittel- und Osteuropa zeigt erhebliche Defizite beim Zugang zum öffentlichen Nahverkehr in Europa. Im Durchschnitt der 33 untersuchten Länder geben 15 Prozent der Menschen an, kei-nen ausreichenden Zugang zu Bus und Bahn zu haben. In Deutschland nutzt zu-dem fast die Hälfte der Bevölkerung nie den ÖPNV. Greenpeace fordert deshalb günstigere Tickets und einen stärkeren Ausbau des öffentlichen Verkehrs.

Mit Gesprächsgast: Andreas Knie, Verkehrssoziologe, Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung

Männlichkeit auf Abwegen
Toxische Männlichkeit und Frauenhass verbreiten sich zunehmend über soziale Medien. Vor allem Influencer wie Andrew Tate prägen laut Experten das Rollenbild vieler junger Männer. Studien zeigen: 40 Prozent der männlichen Jugendlichen glauben, Männer hätten mehr Rechte als Frauen, jeder dritte hält Gewalt gegen Frauen für legitim, um "Respekt einzuflößen". Die Bildungsinitiative Detox Identity versucht deshalb mit Workshops an Schulen gegenzusteuern. In einem Berufskol-leg in Mettmann diskutieren Jugendliche über gesellschaftliche Erwartungen an Männer und Frauen, über Sexismus und antifeministische Inhalte im Netz. Ziel ist es, alternative Vorstellungen von Männlichkeit zu vermitteln und junge Menschen für problematische Rollenbilder zu sensibilisieren.

Wie alte Meister die Aufmerksamkeit lenken
Seit Jahrhunderten gehören Zeigegesten zur Bildsprache der Malerei. Vor allem im 15. und 16. Jahrhundert nutzten Maler diese Gesten ganz bewusst, um den Blick der Betrachtenden zu lenken. So zumindest die kunsthistorische Annahme. Doch ob diese Finger unseren Blick tatsächlich führen, wurde wissenschaftlich bisher noch nie so genau untersucht. Genau das hat nun die Kunsthistorikerin Te-menuzhka Dimova vom Labor für Kognitive Forschung in der Kunstgeschichte an der Universität Wien getan. Mit Eyetracking-Experimenten und gezielten Befragun-gen wollte sie herausfinden, ob Zeigegesten wirklich zum Verständnis eines Kunstwerks beitragen - und für wen sie besonders hilfreich sind.

Feldvögel stärker bedroht - wo sich Kiebitze wohl fühlen
Das Artensterben in Deutschland geht weiter. Vor allem bodenbrütenden Feldvö-geln geht es schlecht. Das ergaben aktuelle Auswertungen von Bestandszahlen von einem knappen Dutzend Indikatorvogelarten durch das SWR Datalab. Danach haben sich etwa im deutschen Südwesten in den letzten zwanzig Jahren die Popu-lationen von u.a. Braunkehlchen, Grauammern oder Rebhühnern weiter deutlich verringert. Mit Schutzprojekten kann zwar wenigen Vogelarten wie dem Kiebitz lokal geholfen werden, in der Fläche müsste aber die Landwirtschaft weniger intensiv betrieben werden als derzeit

Das Wissenschaftsmagazin berichtet ausführlich, verständlich und aktuell über Technik, Medizin, Wissenschaft und Forschung.

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