Pelikanblut

Sendezeit: 00:55 - 02:55, 04.09.2026
Genre: Dramafilme
  • Untertitel für die Sendung verfügbar
  • Darsteller: Nina Hoss (Wiebke), Katerina Lipovska (Raya), Adelia-Constance Ocleppo (Nicolina), Murathan Muslu (Benedict)
  • Drehbuch: Katrin Gebbe
  • Regie: Katrin Gebbe
  • Kamera: Moritz Schultheiß
  • Musik: Johannes Lehniger, Sebastian Damerius
  • Produzent: Verena Gräfe-Höft
  • Andere Personen: Heike Gnida, Silke Fischer, Anna Boyanova
  • Kostueme: Stefanie Bieker, Kristina Tomova
  • Redaktion: Katharina Dufner, Isabelle Amann
  • Szenenbild: Silke Fischer, Anna Boyanova
Deutschland (2019) Wiebke betreibt seit einigen Jahren einen Pferdehof, auf dem sie zusammen mit ihrer neunjährigen Adoptivtochter Nicolina lebt. Als Wiebke nach langem Warten auch die fünfjährige Raya aus Bulgarien adoptieren darf, scheint das Familienglück vollkommen. Bald zeigt Raya jedoch besorgniserregende Verhaltensweisen. Aufgrund eines frühen Bindungstraumas empfindet sie weder Angst noch Empathie.
Erst jetzt erfährt Wiebke von Rayas traumatischer Vergangenheit und gescheiterten früheren Adoptionen. Ein Psychologe rät, Rayas einzige Chance sei die Aufnahme in eine Spezialklinik. Doch Wiebke ist überzeugt, nur die Selbstaufopferung einer liebenden Mutter könne das Mädchen retten.
Wiebke will Raya die Kindheit geben, die ihr bisher verwehrt blieb, doch ihre Hingabe geht auf Kosten von Nicolina, die immer weniger Beachtung findet. Unbeirrt sucht Wiebke weiter nach Wegen, um Raya zu helfen, und greift zu extremen Maßnahmen ...
Hintergrundinformationen: Der Titel des Films bezieht sich auf eine antike Legende, nach der eine Pelikanmutter sich die Brust aufreißt, um ihre toten Jungen mit ihrem Blut wieder zum Leben zu erwecken. Nach ihrem preisgekrönten Debüt "Tore tanzt" (2013) feierte Katrin Gebbe mit ihrem zweiten Spielfilm "Pelikanblut" (2019) Premiere in Venedig bei den Internationalen Filmfestspielen. Getragen wird der Film von Nina Hoss ("Die weiße Massai", 2005; "Barbara", 2011; "Phoenix", 2014), die für ihre Hauptrolle unter anderem 2020 den Günter-Rohrbach-Filmpreis erhielt.